The Debrief: Cristina Gomez interviewt Lue Elizondo

Lesedauer 4 Minuten

Was weiß die US-Regierung über UFOs?

Cristina Gomez interviewt Lue Elizondo, den ehemaligen Senior Counterintelligence Officer für das Department of Defense ( DoD) und Ex-Direktor des Advanced Aerospace Threat Identification Program (AATIP) und stellt die entscheidenden Fragen, die Forscher, Journalisten und überraschenderweise auch Mitglieder des Kongresses derzeit umtreiben.

AATIP war ein nicht klassifizierter, aber nicht publik gemachter Ermittlungsauftrag, der von der Regierung der Vereinigten Staaten finanziert wurde, um unidentifizierte Flugobjekte (UFOs) oder unerklärliche Luftphänomene (UAP) zu untersuchen. Das Programm wurde erstmals am 16. Dezember 2017 öffentlich gemacht. Es begann im Jahr 2007 mit einer Finanzierung von 22 Millionen Dollar über fünf Jahre. Das Programm wurde zunächst von der U.S. Defense Intelligence Agency durchgeführt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums endete AATIP im Jahr 2012, aber die Berichterstattung legte nahe, dass US-Regierungsprogramme zur Untersuchung von UFOs fortgesetzt wurden. Dies wurde im Juni 2020 mit der Veröffentlichung eines ähnlichen militärischen Programms, der Unidentified Aerial Phenomenon Task Force, bestätigt. (Wikipedia)

Seit dem Verlassen des AATIP-Programms ist es Elizondos persönliches Anliegen, mittels weiterer Forschung und Untersuchungen das Geheimnis der UFOs zu lüften.

Im Folgenden erzähle ich etwas zum Inhalt des Videos, z.B. darüber was Elizondo über die Herkunft der UFOs oder bezüglich Kontakt denkt.

Was denkt Lue Elizondo über die Herkunft der UFOs?

Auf die Frage hin, ob UFOs von hier oder aus dem Weltall kommen, antwortet Lue Elizondo im Video (sinngemäß aus dem Gedächtnis übersetzt, ca. ab Minute 35): 

Wir neigen dazu, die Dinge extrem zu betrachten und nur binär zu denken, nur ein entweder – oder zu sehen.

Was ist, wenn der Kongressbericht sagt, dass diese Phänomene etwas Interdimensionales sind, das durch Quantenphysik erklärt werden kann? Was wäre, wenn er sagt, dass diese Dinge schon immer hier waren, sie in der Tat natürlicher für die Erde sind, als wir es sind?

Wir sind gerade erst an dem Punkt, wo wir mit diesen Dingen bis zu einem gewissen Grad technologisch interagieren können, aber was wäre, wenn sie auf der Erde natürlicher sind als wir Menschen. Richtig, vielleicht sind wir die Aliens.

Ich bin hier spekulativ, aber ich möchte die Leute zum Denken anregen, jenseits der Begriffe von entweder – oder, es ist entweder aus dem Weltraum oder von dieser Welt.

Das ist eine Option, aber es gibt noch andere Optionen und ich denke, um diese Frage auch nur ansatzweise zu beantworten, brauchen wir mehr Daten.  Wir brauchen viel mehr Daten und wir müssen dies zu einer umfassenden Diskussion machen, die unsere besten Wissenschaften einschließt, unsere besten Akademiker, ja sogar unsere besten Philosophen.

Das ist etwas, das uns alle betrifft, jeden Einzelnen von uns. Nicht nur das Verteidigungsministerium, nicht nur die Geheimdienste. Ja, von einer nationalen Sicherheitsperspektive aus sollten sie involviert sein, aber aus den anderen Perspektiven nicht so sehr.

Wir sollten alle einmal ein bisschen in dies Kaninchenloch hinabsteigen und uns davon verabschieden, dies Phänomen nur binär zu sehen.

Das ist sehr interessant. Wir können ja davon ausgehen, dass Elizondo aufgrund seiner Einblicke und Tätigkeit für AATIP mehr weiß als wir, aber eben auch nicht alles sagen darf 😉 Aber er kann andeuten, „Vermutungen“ anstellen. Und ich denke, er hat da etwas sehr klar angedeutet 😉

Auf jeden Fall stützt Elizondo mit obiger Aussage meine Hypothesen. Ich gebe zu, das gefällt mir 😉

Das Thema (Erst-)Kontakt

Cristina Gomez fragt Lue Elizondo, ob es Bestrebungen zur Förderung eines offiziellen Erstkontaktszenarios mit der Intelligenz hinter den UAP gäbe.

Elizondo meint daraufhin, dass es ja auch möglich sei, dass wir schon lange Kontakt haben, anhaltender Kontakt uns durch die verschiedenen Stadien unserer menschlichen Entwicklung und über einen längeren Abschnitt unser Geschichte begleitet. Er merkt an, er lebe in Wyoming und die Ureinwohner dort sagten, sie hätten seit Tausenden von Jahren Kontakt.

Des Weiteren erklärt er, es gäbe Organisationen (z.B. die Rand-Corporation) und Menschen, die sich dazu Gedanken gemacht hätten. Wann und ob die kritische Masse erreicht sei, die Eventualität in Betracht zu ziehen, dass wir nicht allein sind. Es gäbe auch mehrere Studien dazu, er wüsste aber nicht, ob da aktuell etwas laufe.

Elizondo äußert Zweifel, ob die Regierung der richtige Ansprechpartner diesbezüglich sei. Sie sei es sicher, wenn es um diplomatische Angelegenheiten bezüglich Russland, China oder auch den Philippinen ginge. Dass aber, wer auch immer hinter den UAP stecke, sich eventuell einen Dreck um unseren diplomatischen Status oder wen wir als Sprachrohr benutzen, um in unserem Namen zu sprechen, schere. Er denke, auch vor seinem Hintergrund, Teil des Regierungskomplexes (gewesen) zu sein, wir verließen uns zu sehr auf die Regierung, vertrauten zu sehr auf sie und legten zu viel Verantwortung auf ihre Schultern.

Wir Menschen selbst müssten aktiv werden und er würde ihr, Cristina, mehr als jeder Regierung zutrauen, sein Sprachrohr zu sein. Er hätte es lieber, dass sie ihn vertrete, als irgendein Politiker in Washington D.C.

Vielleicht sei Washington nicht der richtige Ort für Botschafter, die mit denen hinter den UAP sprechen, besser seien dafür Leute wie sie geeignet.

Vergleich der Aktivität von Objekten in den Ozeanen mit denen in der Luft

Auf die Frage nach dem prozentualen Vergleich zwischen diesen beiden möchte Elizondo nicht antworten. Er hat Bedenken, dass dies zu viel über den Stand der militärischen Entwicklungen und Fähigkeiten diesbezüglich preis gäbe. Er hofft aber, dass dies im Bericht angesprochen wird. Vielleicht sei er ja im nächsten Interview in der Lage, da etwas näher drauf einzugehen.

Entdecken wir bald Spuren außerirdischen Lebens in Form von Mikroben etc.?

In der nächsten Frage möchte Cristina von Lue wissen, ob wir mikrobielles Leben entdecken, z.B. auf dem Mars oder Biomarker in den Atmosphären von Exoplaneten, bevor es zur Offenlegung außerirdischer Besucher kommt.

Zusammengefasst sagt Lue dazu, dass es ja Spekulationen darüber gäbe, dass wir das bereits gefunden haben (z.B. versteinerte mikrobielle Lebensformen vom Mars). Ebenso gäbe es da ja auch Hinweise hier auf diesem Planeten. Mutter Erde sei ein riesiger Alien, ein Raumschiff. Es fällt das Stichwort Panspermie.

Zum Schluss noch etwas Gesellschaftskritik

Auf die Frage hin, was er jungen Menschen als Tipp geben könnte, wird Lue dann sehr nachdenklich und noch etwas gesellschaftskritisch. Er meint, seine Generation habe viel falsch gemacht und es sei nun an der jungen Generation, dies zu berichtigen und die Weichen neu zu stellen, es besser zu machen, eine lebenswertere Welt zu schaffen. Er weist daraufhin, dass wir zu wenig beachten, welchen großen Beitrag Krankenpfleger:innen oder auch Feuerwehrleute zu unserer Gesellschaft leisten. Dass wir lieber Reality-Shows im TV gucken, statt uns mit Wissenschaft, Philosophie und den wirklich wichtigen Dingen für unsere Existenz und unsere Zukunft zu beschäftigen.

Soweit meine Zusammenfassung aus dem Gedächtnis. Sollte ich etwas falsch verstanden oder wiedergegeben haben, bitte ich um Hinweise und Berichtigungen 🙂

Siehe auch: The Debrief

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